Alkoholtests in Frankreich

Wer mit dem Auto oder Motorrad nach Frankreich fährt, muss ab sofort einen Alkoholtest dabei haben. Im Nachbarland ist eine Vorschrift in Kraft getreten, mit der die Bürger animiert werden sollen, ihre Fahrtüchtigkeit zu prüfen. Paris – Frankreich-Urlauber müssen ihr Reisegepäck aufstocken: Ab dem 1. Juli sind Autofahrer im Nachbarland verpflichtet, einen Alkoholtest dabeizuhaben. Die chemischen Schnelltests sollen jeden dazu animieren, nach ein paar Gläsern Wein, Bier oder Likör die eigene Fahrtüchtigkeit zu überprüfen.

Allerdings könnte es für deutsche Urlauber schwierig werden, den Alkoholtest noch rechtzeitig vor den Sommerferien zu besorgen. In Deutschland sind die Röhrchen erst ab Herbst zu haben. In Frankreich gibt es Einmaltests in Apotheken, Supermärkten und Tankstellen für rund 1,50 Euro zu kaufen. Konsequenzen gibt es bislang aber noch nicht, wenn man kein Blasröhrchen im Handschuhfach liegen hat. Ein Bußgeld von elf Euro soll erst ab November kassiert werden. Seit Jahren steigt in Frankreich die Zahl der Unfälle, die von betrunkenen Fahrern verursacht werden. Jeder dritte Verkehrstote ist auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen. In Deutschland ist es nur jeder zehnte. Selbst in England, berühmt für seine ausschweifenden Bierpartys, wird nur jedes fünfte Unfallopfer durch zu hohen Alkoholkonsum verursacht. Dabei sind die Promille-Grenzen gleich hoch. In Frankreich dürfen Fahrer ebenso wie in Deutschland 0,5 Promille im Blut aufweisen.

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Das Pusteröhrchen reagiert allerdings weniger empfindlich auf Alkohol als die professionellen Geräte der Polizei: Schon bei einem angezeigten Promillewert von 0,25 sollte das Auto stehen gelassen werden. Für einen 80 Kilo schweren Mann sind das etwa 0,8 Liter Bier, für eine 65 Kilo schwere Frau nur 0,5 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Grenze kann im Nachbarland teuer werden: Bei einem Promillegehalt zwischen 0,5 und 0,8 werden nach Angaben der französischen Behörden bis zu 750 Euro fällig. Ist der Wert noch höher, drohen eine Geldstrafe von bis zu 4500 Euro und auch eine Bewährungsstrafe.

Quelle: spiegel.de

 

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