Fit für Caravan und Wohnmobil-Saison

Mit den länger werdenden Tagen beginnt auch wieder die Campingsaison. Doch vor dem Start müssen Reisemobil oder Caravan fit gemacht werden. Zunächst ist eine umfassende Reinigung sowie die Überprüfung von Reifen, Bremsen, Beleuchtung und Gasanlage angesagt.

Dem Schmutz auf der Außenhaut geht es mit Schwamm, Bürste oder einem Dampfstrahler an den Kragen. Doch Vorsicht bei der Elektrik, den Lagern, Dichtungen und dem Kühlschrankgitter. Dabei sind zugleich auf Schäden zu achten, denn unter anderem kann starke Sonneneinstrahlung den Lack rissig gemacht haben. Eine anschließende Politur pflegt und schützt. Entsprechende Mittel hält der Fachhandel parat. Alle Gummidichtungen sind wie beim Auto einzufetten, damit sie nicht porös und undicht werden.

Reifen bei Wohnwagen weisen selten zu wenig Profil auf, aber die ständige Sonneneinstrahlung lässt die Pneus schneller altern. Deshalb müssen sie auf Risse überprüft werden. Bei den Reisemobilen geht es dann doch um ausreichende Profiltiefe. Der Gesetzgeber schreibt mindestens 1,6 Millimeter vor, doch der Sicherheit wegen empfiehlt sich ein neuer Reifensatz bei drei Millimetern Profiltiefe. Einseitig abgelaufenen Pneus deuten auf ein Problem am Fahrwerk hin und haben ebenfalls ausgedient. Ein wichtiges Kriterium ist außerdem das Alter: Nach ungefähr sechs Jahren steht ein Austausch der Reifen an, da ihre Belastbarkeit nachlässt. Ist das Caravan-Gespann für Tempo 100 zugelassen, so müssen sechs jahre alte Reifen erneuert werden. Das Alter lässt sich an der DOT-Nummer auf der Reifenflanke ablesen. Die letzten vier Ziffern stehen für die Kalenderwoche und das Jahr der Produktion.

Beim Reisemobil sind besonders die Bremsbeläge und die Bremsscheiben zu begutachten. Denn auffällige Rillen vermindern die Bremswirkung und deshalb müssen sie gewechselt werden.

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Beim Übergang zwischen Aufbau und Deichsel ist ebenso wie bei der Bremsanlage des Campinganhängers Vorsicht geboten. Alle Teile müssen rostfrei und funktionstüchtig sein. Bei Bedenken sofort ein Fachmann zu Rate ziehen. Auch die Gasanlage muss überprüft werden: Die Gasflasche muss an einer von außen belüfteten Stelle fest verzurrt stehen. Wichtig: Die Anschlüsse auf Dichte und feste Verschraubung überprüfen. Der Schlauch muss auf der ganzen Länge unversehrt sein. Bei älteren Campingfahrzeugen ab acht Jahren empfiehlt es sich, den Check der Gasanlage von Fachleuten durchführen zu lassen.

Die Wasseranlage hat der Campingfreund vor dem Abstellen gründlich gereinigt, ansonsten macht schon ein unschöner Geruch darauf aufmerksam. Die Leitungen und der Frischwassertank sind mit Spezialreinigern durch- und anschließend mit klarem Wasser auszuspülen – eine Desinfektion vernichtet mögliche Krankheitserreger.

Ordentliches Lüften versteht sich von selbst, und anschließend geht es an die Reinigung von Polstern, Matratzen und Vorhängen. Der Staubsauger schluckt den Dreck und Staub. Die Alarmglocken sollten schrillen, wenn dunkle oder feuchte Flecken in Ecken und Ritzen sowie bei Schimmelgeruch sich breit gemacht hat. Das deutet nicht nur auf eine undichte Stelle hin, sondern bedeutet gleichzeitig Gesundheitsgefahr.

Da die Fahrzeuge deutlich breiter sind als ein Pkw, muss sich der Besitzer zunächst wieder an die Größe von Gespann oder Reisemobil gewöhnen. Daher gilt es, regelmäßig die Fahrweise zu kontrollieren, idealerweise nimmt die Familie zuvor an einem Sicherheitstraining teil. Dann steht einem unbeschwerten Campingurlaub nichts mehr im Wege.

Quelle:  Auto.de

 

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